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Widerstand gegen Atommüll-Lager wird drittes Kernthema für IGLK

vom 20. November 2008


Mit Überraschung und Erstaunen musste die Bevölkerung des Klettgau Kenntnis nehmen, dass der Südranden als mögliches Lagergebiet für radioaktive Abfälle in der Evaluation steht. Erstaunen auch über die völlig fehlende Sensibilität und Diplomatie der NAGRA die damit die Bekämpfung von gleich zwei nahe beieinander liegenden Lagerstätten provoziert. Die neue Bedrohung passt genau in den Bestimmungszweck der Interessengemeinschaft Lebensraum Klettgau (IGLK) und deren fünf Zielsetzungen Verhinderung landschaftszerstörerischer Projekte, nachhaltige Entwicklung als Lebens- und Wohnraum, dem Bestreben der besorgten Bevölkerung eine Stimme geben, Behörden den Rücken stärken sowie Information und Sensibilisierung. Die periodisch tagende Kerngruppe der IGLK wollte aber nicht einfach entscheiden und stellte ihren Mitgliedern via Internet die Frage, ob das Thema Atom- müll-Lager aufgenommen werden soll. Die Reaktion war überwältigend. Innert ein paar Tagen haben einhundertsiebzig Mitglieder geantwortet und ohne Ausnahme für die Bekämpfung eines Atommüll-Lagers am Südranden votiert. Die Kerngruppe hat daraufhin entschieden sich zu den Themen Starkstromleitung und A98 auch der Problematik Atommüll-Lager anzu- nehmen. Die IGLK setzt sich für den Lebensraum Klettgau ein und es ist nicht ihre Aufgabe Lösungen für nationale Problem anzubieten. Die Hiobsbotschaft hat eine weitere Beitrittswelle ausgelöst. Im kommenden Winter wird die IGLK eine Podiumsdiskussion veranstalten.

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